Besichtigung der Brückenbaumaßnahmen A1 bei Leverkusen

A1

Im Dezember letzten Jahres traf die Nachricht des Zustands der A1 Rheinbrücke bei Leverkusen die Logistikwirtschaft und auch die NRW Verkehrspolitik hart. Nach jahrzehntlanger systematischer Unterfinanzierung des Straßenerhalts und ständig steigender Verkehrsbelastung des Bauwerks war klar: Die Schäden an der A1 Brücke sind so groß, dass eine Teilsperrung unausweichlich ist. Zeitweilig war die vorhandene Brücke für Fahrzeuge über 3,5 t Gesamtgewicht nicht befahrbar.

Landtagsvertreter von SPD und GRÜNEN besichtigten heute den aktuellen Stand der Baumaßnahmen (Foto: Arndt Klocke und Reiner Breuer – Obleute im NRW-Verkehrsausschuss für GRÜNE und SPD). Lobenswert ist die schnelle Reaktion des Landesverkehrsministers Groschek und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ermöglicht haben, dass nach der Durchführung der dringendsten Reparaturen seit Mai die Brücke für Fahrzeuge über 44 t Gesamtgewicht wieder freigegeben werden konnte. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge wurde auf 60 km/h begrenzt.

Es steht ohne ein weiteres Umsteuern hin zum Straßenerhalt und eine Einnahmeverbreiterung durch eine Ausweitung der LKW-Maut zu befürchten, dass die Probleme an der A1 Brücke sich im ganzen Land wiederholen werden. Der Sanierungsstau ist immens – in NRW werden allein für die 375 kritischen Brücken, die sich im Nachrechenprogramm befinden, innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 3,5 Milliarden Euro benötigt. Auch am angerenzenden A3 Autobahnkreuz sind bereits Probleme aufgetreten, welche die Dringlichkeit der Sanierung deutlich untermauern.

Wer in Anbetracht dieser Fakten noch immer weitreichende Strecken-Neubaumaßnahmen fordert, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

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