Besuch beim Duisburger TSTG-Schienentechnik-Werk

Mit meiner Abgeordnetenkollegin Birgit Beisheim, Sprecherin für Industriepolitik, habe ich das Duisburger TSTG-Schienentechnik-Werk besucht. Nach der Werksführung sagten sie dem Betriebsratsvorsitzenden Heinz-Georg Mesaros zu, im Kontakt mit den Ministerien Chancen für einen Rettungsplan für das Werk auszuloten.  

Zum Hintergrund: Die TSTG-Schienenwerke produzieren seit gut hundert Jahren an diesem Standort Schienen und Schwellen und waren lange Jahre Teil des Thyssen-Krupp Konzernes. Im Jahr 2003 wurde diese Werkssparte an den österreichischen Konzern Voestalpine AG verkauft, der sich in den vergangenen Jahren einen fragwürdigen Ruf als Teil eines bekanntgewordenen internationalen Schienenkartells erworben hat. Im Frühjahr dieses Jahr fiel der Beschluss, das Duisburger Werk zu schließen. Die TSTG-Schienenwerke sind der letzte in Deutschland verbliebene Hersteller für Schienen. Ein Wegfall dieser Wertschöpfungskette wäre auch grüner Sicht ein hoher Verlust an Hochtechnologie in der Region, auch dort den gleichzeitigen Verlust der zugehörigen Entwicklungs- und Serviceleistungen. In dem Betrieb arbeiten heute knapp 400 Beschäftigte.

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