Auf verkehrspolitischer Fahrradtour in Viersen

Am Mittwoch hatte die Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Viersen I, Martina Maaßen, Grüne aus Bund und Land zu einer Fahrradtour durch Viersen eingeladen. Bettina Herlitzius, MdB und Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags, und der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion Arndt Klocke konnten gewonnen werden.

Zwischenstationen waren u.a. die umstrittene Viersener Kurve und die Gabionenwand in Dülken. Jürgen Tenhagen von der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm berichtete vom zähen, jahrelangen Ringen um die Verbesserung des Lärmschutzes für die Anwohner an der Mevissenstrasse. Die BI steht dem 2-gleisigen  Ausbau der Bahnstrecke Dülken – Kaldenkirchen kritisch gegenüber. Klocke und Herlitzius betonten übereinstimmend, dass der Ausbau für den Kreis Viersen verkehrs- und wirtschaftspolitisch sinnvoll ist und von Grünen gewollt wird, allerdings nicht ohne ausreichenden Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner. An der eingleisigen Strecke entlang war der Bahnhof  Boisheim mit seinen Park&Ride Angebot und den Fahrradboxen nächstes Ziel.

Bei der Diskussion im gut gefüllten Saal des „Conny’s come in“ wurde lebhaft über  Möbilität und demographischen Wandel diskutiert. Die Forderung aus dem Plenum: „Wir brauchen Radwegeausbau nach niederländischem Modell und bessere Möglichkeiten Radverkehr und ÖPNV miteinander zu verbinden.“  Bei Arndt Klocke wurden mit dieser Forderung offene Türen eingerannt. „Das ist eines der Themen, die mir besonders am Herzen liegen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir im Land die Mittel für Radwegebau verdreifacht und die Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Städte“ unterstützt. Es gibt inzwischen eine Graswurzelbewegung in Sachen Radmobilität, was ich sehr begrüße. Das Fahrrad wird zunehmend als Verkehrsmittel und nicht nur als Freizeit-oder Sportgerät betrachtet.“

Die Landesgrünen wollen in den nächsten fünf Jahren deutlich mehr Geld für Infrastrukturmaßnahmen in die Hand nehmen. Denn nur wenn ein gutes Angebot vorhanden ist, wird es auch genutzt. Bettina Herlitzius sieht hier auch den Bund in der Pflicht. Im Rahmen des nationalen Radwegekonzeptes werden vom Bund keine oder nur unzureichende Mittel bereitgestellt.

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